Willkommen auf dem Onlineforum für Kaiserschnittmütter
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Tanja
Ort: Trier |
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Liebe Frau Mikolich,
danke für die guten Worte von Ihnen. Seit ich das erste mal hier geschrieben habe, wird mir immer mehr klar das ich wirklich Hilfe in anspruch nehmen muß um mit meiner Kaiserschnittgeburt klar zu kommen. Leider weiß ich garnicht wo ich nach dieser Hilfe suchen soll. Hebammen? Psychologen? Vieleicht haben Sie eine Idee oder kennen jemanden in meiner Nähe? Vielen Dank nochmal. Ich habe jetzt schon das Gefühl das sich in meinem Leben wieder etwas bewegt. Danke Tanja Kommentar von Katrin Mikolitch, Leiterin des Forums: Liebe Tanja, bei Ihnen im Wohnort kenne ich keinen. Haben Sie auf der Beratungsadressen-Seite schon geschaut? Wie ist denn Ihre Postleitzahl? Ansonsten sind Sie ja nicht sooo weit weg von Düsseldorf, sollten Sie bei sich niemanden finden. EInen herzlichen herbstlichen Gruss an Sie |
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Anita
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Teil II
Am nächsten Tag war ich noch sehr schwach, musste mich trotzdem von Anfag an komplett um meinen Sohn kümmern. Das Stillen klappte nicht, er schrie nur an meiner Brust, und ich hatte so Angst, dass er nicht genug Nahrung bekommt. Schweren Herzens habe ich Abstilltabletten genommen und meinen Sohn dann mit Ersatznahrung versorgt. Am dritten Tag im Krankenhaus - ich hatte seit vier Nächten nicht mehr geschlafen - schrie mein Sohn schon stundenlang. Anfangs hatte ich ihn noch im Arm, versuchte, ihn zu trösten, oder legte ihn neben mich in Bett. Nach fünf Stunden Weinens war ich so erschöpft und am Ende, dass ich ihn in sein Bettchen neben mich gelegt habe und in meinem Bett eingeschlafen bin. So schrie der arme Kleine dann zwei Stunden, bevor ich wieder aufgewacht und auf meine Brust gelegt habe. Dann schlief er wieder ein. Bis heute kann ich mir dies nicht verzeihen und hoffe, er hat nicht all zu viel Schaden davon genommen! Zu allem Überfluss bekam ich nach knapp zwei Wochen noch eine Gebärmutterentzündung und musste wieder ins Krankenhaus, ohne meinen Sohn! Ich musste dort drei Nächte verbringen, drei Nächte ohne meinen zwei Wochen alten Sohn - ich habe mich wirklich gefragt, was ich verbrochen habe. Ich muss immer wieder an den Kaiserschnitt denken, an meine Angst, an meine Trauer, dass ich ihn nicht normal kriegen konnte. Natürlich freue ich mich, dass er gesund ist, aber mir fehlt etwas. Mein Frauenarzt hat überhaupt kein Verständnis für mich. Ich mache mir solche Vorwürfe, dass mein Sohn mich vielleicht nicht als seine Mutter ansieht, weil er mich so spät gesehen hat und ich ihn nicht selbst geboren habe. Außerdem hatte ich ihn ja drei Nächte nicht bei mir... mittlerweile muss ich jeden Tag weinen. Ich fühle mich als Versagerin! Ob es jemals aufhört? Und woher kamen bloß die Dauerkontraktionen? Stimmt es, dass vermutlich ein unerkanntes Geburtshindernis vorlag, wie ich bei Recherchen im Internet herausgefunden habe? Danke für Ihr offenes Ohr. Herzliche Grüße, Anita Kommentar von Katrin Mikolitch, Leiterin des Forums: Liebe Anita, da ich keine Gynäkologin bin kann ich zu Ihren Dauerkontraktionen nichts sagen. Vielleicht mögen Sie dazu nocheinmal mit einer anderen Hebamme oder Gynäkologin sprechen. Ich kann Ihr Gefühle des Versagens und der Trauer gut nachfühlen. Ich könnte mir vorstellen, dass eine liebe Fachfraue Sie in dieser schweren Zeit gut begleiten könnte. Wo wohnen Sie denn? Wenn Sie jeden Tag weinen müssen, dann braucht es eine helfende Hand, die Sie begleitet. Ich kann Ihnen jedoch sagen, dass Ihr Sohn Sie selbstverständlich als Mutter ansieht. Sie sprechen liebevoll von ihm und sorgen sich um ihn. Die Mutter-Kind Bindung wächst und kann weiter wachsen. Da sehe ich aus meiner Perspektive kein Problem. Wichtig ist, dass man sich die Themen, wie z.B. die Schuldgefühle etc. anschaut und das Trauma in Ihrem Uterus heilt. Was kann ich tun für Sie? Womit wäre Ihnen geholfen? Alles Gute für Sie und Ihren Sohn unfd Ihre Familie. |
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Anita
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Guten Tag,
vor sieben Wochen wurde mein Sohn per Notkaiserschnitt in Vollnarkose auf die Welt geholt. Schon die letzten Wochen der Schwangerschaft waren problematisch: Wegen mehrerer pathologischer CTGs unter Dauerkontraktionen war ich mehrere Tage im Krankenhaus, allerdings ohne dass etwas unternommen wurde. Die CTGs haben sich während der Aufenthalte nie bestätigt. Mein Fruchtwasser war in den letzten Wochen an der unteren Grenze, die Versorgung meines Sohnes allerdings noch gut. Eine Einleitung zwei Wochen vor Termin stand erst im Raum, wurde dann aber doch verworfen. Ich bin froh darüber, denn ich hatte von Anfang an kein gutes Gefühl beim Gedanken an eine Einleitung. Auch habe ich ständig gedacht, ob mein Sohn eine normale Geburt überhaupt verkraften würde. Eine Woche vor ET spürte ich nachts Schmerzen im unteren Rücken, die immer wiederkamen. Freudig fuhren mein Partner und ich in die Klinik - der Muttermund war bei der Ankunft um 2 Uhr nachts 1,5 cm offen, der Gebärmutterhals allerdings noch als kleiner Wulst erhalten. Wir wurden zum Herumlaufen geschickt, was wir auch taten. Die CTGs zeigten immer wieder Wehen an, die aber am Muttermund nichts bewirkten. Ich wurde auf die Station geschickt, wo ich mich ausruhen und später zum CTG wiederkommen sollte. Da die Geburt noch nicht unmittelbar bevorstand, habe ich meinen Partner sogar wieder weggeschickt, damit er etwas erledigen konnte. Ich sollte gegen 12:30 wieder zum CTG kommen, hatte allerdings ein komisches Gefühl und ging eine halbe Stunde eher. Der Muttermund war unverändert. Auf dem CTG zeigten sich dann Dauerkontraktionen, unter denen die Herztöne meines Sohnes bedrohlich absanken. Sie erholten sich aber wieder, als die Kontraktionen nachließen. Die Ärzte rieten mir zu einer Einleitung, um die Geburt zu beschleunigen. Ich ahnte, dass mein Sohn dies nicht überstehen würde, und fing an zu weinen. Kurze Zeit später kam die nächste Dauerkontraktion, die nicht mehr aufhörte. Somit sanken die Herztöne meines Sohnes wieder ab und erholten sich nicht mehr! Ich wurde gewendet, mir wurden Wehenhemmer gespritzt, aber alles ohne Erfolg. Plötzlich war der Raum voller Leute, der Oberarzt sagte "Kaiserschnitt", und dann ging alles ganz schnell. Ich wurde in den OP gefahren, auf den kalten Tisch gelegt und narkotisiert. Ich hatte schreckliche Angst, bevor ich einschlief. Mein Sohn wurde um 14:05 geholt. Sehen konnte ich ihn erst um 16:30, zuvor hat ihn aber wenigstens sein Vater auf der Brust gehabt. Als er auf meiner Brust lag, war es wunderschön, aber wegen der noch wirkenden Narkose war ich noch etwas weggetreten. Wir wurden dann auf die Station gefahren, wo man meinen Sohn wegnahm und anzog. An die Stunden danach kann ich mich nicht mehr erinnern... nur dass mein Sohn nachts auf meiner Brust schlafen konnte, immerhin! Am nächsten Tag sollte ich aufstehen, die Schmerzen waren nicht unerträglich, aber doch stark. Teil II folgt! |
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Melanie
Ort: München |
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Liebe Tanja,
es geht mir wirklich ans Herz, wie sehr du unter deinem Kaiserschnitterlebnis leidest. Es ist immer wieder erschreckend zu sehen, welche Folgen soetwas haben kann. In Kürze werde ich auch meine Kaiserschittgeschichte hier erzählen. Es war bei mir leider auch völlig unnötig, und da die Schwester sich bei mir im OP "verplappert" hatte, wusste ich immer, dass ich übers Ohr gehauen wurde. Ich wollte diesen Kaiserschnitt auch nie und nimmer erleben, um nichts in der Welt, doch es gab einen Gedanken der mir sehr dabei geholfen hat dieses Erlebnis zu verarbeiten und irgendwie zu akzeptieren. Ich glaube ganz fest daran, dass die Seelen der Kinder sich ihren Geburtsmoment und auch den Ablauf der Geburt selbst aussuchen (das mag für viele jetzt sehr esoterisch klingen, aber mir hat es geholfen) Meine Tochter wollte diesen Kaiserschnitt in diesem Leben erleben, die Seele wollte diese Erfahrung gerne machen, und auch wenn es für mich nicht schön war, so lasse ich ihr liebevoll diese Wahl. Auch bei mir hat der Kaiserschnitt "Folgeschäden". Meine Tochter hat enorme Entwicklungsstörungen die höchst vermutlich darauf zurück zu führen sind, und es tut mir sehr weh das zu sehen. Glücklicherweise konnte ich dennoch das Erlebnis ansich soweit verarbeiten, dass ich in diesem Jahr bei meinem zweiten Kind eine natürlich Geburt bewältigt habe und erleben durfte, dafür bin ich zu tiefst dankbar. Kommentar von Katrin Mikolitch, Leiterin des Forums: Liebe Melanie, es ist gut zu hören, dass Sie für siche selber eine Erklärung und eben auch eine vaginale Geburt erlebt haben. Die Dankbarkeit ist sehr fühlbar bei Ihnen. Vielen Dank für das Teilen Ihrer Gedanken und ich bin gespannt, was SI eerzählen wollen. Mit herzlichen Grüßen, |
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Lina
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Hallo Tanja,
ich kann dich sehr gut verstehen, mir geht es genauso wie dir. Jedes mal wenn ich ein Baby sehe, frage ich mich wie es auf die Welt gekommen ist. Bzw. ich gehe davon aus, dass es auf natürlichem Wege geboren wurde und das macht mich auch jedes mal traurig und wütent. Romana, ich kann mir gar nicht vorstellen, wie schlimm es für dich sein muss, mit diesen ganzen Komplikationen zu leben. Ich komm ja nicht mal mit meinem Kaiserschnitt klar und der war im Gegensatz zu dir vollig harmlos und trotzdem schmerzt es jeden Tag aufs neue. Ich hoffe das du bald eine Möglichkeit findest, dies zu verarbeiten und das deine Wunden noch heilen. Alles Gute! Kommentar von Katrin Mikolich, Leiterin des Forums: Liebe Lina, Ihnen vielen Dank für Ihre lieben Worte. Das Mitgefühl ist warm und heilend zugleich. Alles Gute und einen herzlichen Gruss. |
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Tanja
Ort: Trier |
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Liebe Kaiserschnittmütter, liebe Frau Mikolitch,
ich kann Ihnen garnicht sagen wie glücklich ich bin, diese Internetseite entdeckt zu haben. Mein Kaiserschitt liegt nun schon fast 3 Jahre zurück und immernoch ist es für mich ein fürchterliches Erlebnis an das ich am liebsten nicht mehr zurückdenken möchte. Und doch nimmt es mich immer wieder Tag für Tag ein. Ständig begleitet mich diese Thema und sehr oft muß ich auch heute noch mit meinen Tränen kämpfen. Warum ich? Weshalb durfte ich keine normale Geburt erleben? Was hätte ich anders machen können? ... Immer wieder dieses Gedankenkarussel... Kurz zu meiner Geschichte: 6 Tage über errechneten Geburtstermin, mir gings gut, meinem ungeborenem Kind auch, nach 2 frustrierenden Einleitungen wurde ich über Nacht im KH behalten und am nächsten morgen wurde ich zum Kaiserschnitt gedrängt, angeblich cephalopelvines Mißverhältnis bei makrosomem Kind. Total überrumpelt ließ ich mich auf diesen Ratschlag der Ärzte und auch meiner Hebamme ein. Ich mache mir heute noch Vorwürfe warum ich nicht noch länger abgewartet habe. Außer der Terminüberschreitung ging es mir und meiner Tochter sehr gut. Was dann kam kann ich fast nicht schildern da ich mich an nichts mehr richtig erinnere. Mein Kreislauf machte im OP schlapp und ich verlor das Bewustsein. Der erste Tag mit meinem Baby ist für mich genauso ausgelöscht. So sehr ich mich versuch an einige Dinge zu erinnern, sie sind einfach nicht geifbar für mich. Ich kenne den Ablauf des ersten Tages nur durch die Erzählungen meines Mannes. Noch dazu kam, das ich sehr gerne gestillt hätte doch auch dieser Wunsch ist für mich nicht aufgegangen, trotz 8 Wochen kämpfen, stellte sich einfach keinen Milcheinschuß dar. Mit diesem Kaiserschnitt änderte sich mein ganzes Leben. Ich habe das Gefühl das dieses Erlebnis mich zu einem anderen Menschen gemacht hat. Wenn ich heute Mütter mit andern Kindern sehe, stellt sich für mich nur eine Frage: Wie ist dieses Kind zur Welt gekommen und wurde es gestillt? Meine Gedanken kreisen immer nur um das eine. Dabei dachte ich eine ganze Zeit ich hätte meine Gefühle wieder fest im Griff. Nun, da ich haber seit 1,5 Jahr wieder einen erneuten Kinderwunsch habe, und sich dieser leider bis heute nicht erfüllt hat, ist das Thema wieder so aktuell wie nie. Andauernd mache ich den Kaiserschnitt für die ausbleibende Schwangerschaft verantwortlich. Ständig gebe ich diesem Erlebnis die Schuld an allem was nicht gerade läuft. Hätte ich doch nur nicht dieser Operation zugestimmt... ...ich frage mich ob ich in meinem Leben je mit diesem Erlebnis Frieden finden werde... Kommentar von Katrin Mikolich, Leiterin des Forums: Liebe Tanja, auch Ihnen entschuldigung, dass ich nicht eher geantwortet habe. Wie gesagt, ich war im Urlaub und habe eine Fortbildung gegeben. Auch bei Ihnen hat die Erfahrung des Kaiserschnittes starke Spuren hinterlassen. Aus meiner Sicht ist die nicht aufgearbeitet Geburt sicherlich ein Mitgrund für den unerfüllten Kinderwunsch. Haben Sie auch einmal daran gedacht sich vor Ort Hilfe zu suchen? Wenn sie das Geburtstrauma integrieren, dann sehe ich eine weit aus größere Chance, dass Sie wieder schwanger werden. Was meinen Sie? Es gibt so unglaublich tolle Fachfrauen...mit liebevollen helfenden Händen... Gerne können Sie sich auch bei mir in der Praxis melden, wenn Sie das wollen.Mögen Sie sich auch erneut melden? Alles Gute für Sie! |
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RomanaSpillner
Ort: Bad Lauterberg |
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Ich habe vor 4 Jahren eine sehr schwere Geburt mit Notkaiserschnitt sowie schwere Blutungen gehabt. Meine Kurze Geschichte: Anfang des 3. Monats habe ich eins meiner Zwillingskinder verloren. Daraufhin entwickelte sich einen Schwangerschaftsvergiftung und ein Maraton an Monate lage Klinik Aufenthalte. Mein Kind wuchs nicht mehr richtig und auf mein betteln hin doch jetzt entlich die Schwangerschaft einzuleiten reagierte keiner. Meine Vergiftung wurde immer schlimmer. Hoher Blutdruck, Ödeme, ausscheidung von Eiweiss wurden auch schlimmer. Meinem Kind ging es auch nicht gut. Stundenlange CTG schreibungen musste ich über mich ergehen lassen weil da mal was nicht stimmte und noch ein besseres rausgeholt werden musste zur Vorlage des Arztes. Dann entlich habe ich mich durchgesetzt die Geburt in der 36+6SSW anzukorbeln. Ganze 4 Tage hat man mich in den Wehen liegen gelassen und nix passierte. Muttermund nur 1cm. Dann am 3. Tag die eröffnung der Fruchtblase aber nix passierte! Dann habe ich am 4. Tag um eine Blutentnahme gebettelt ( ich bin selber vom medizinischen Fach!) und siehe da---NOTkaiserschnitt wegen Infektion. Wärend der OP habe ich dann eine schwere Atonie ( Blutung ) bekommen die sie nicht stillen ließ. Mein Leben hing am seidenen Faden. Dann wurde meine Gebärmutter mit einer seltenen OP Methode operiert wo ich damals erst die 5. Frau mit dieser Methode war. Sie heisst: Uteruskompressionsnähte nach Anlehnung Pereira.Bei der Op kam noch dazu das sie fast 3 Stunden lang war, ich alles mitbekommen habe und das ich die letzten Stiche vom Nähen gemerkt habe!
Nach der OP konnte ich mein Kind 2 Tage lang nicht sehen da es mir sehr schlecht ging. Ich hatte Tagelang beschwerden an meiner Naht. Die tat höllisch weh. Das Personal meinte ich solle mich nicht so anstellen. Ich hatte sogar Fieber, aber keiner ging darauf ein. Ich wurde entlassen und mein Kind auch. Einige Tage zu Hause bekam ich sehr hohes Fieber fast 40Grad---sofort in die Klinik---dicker Bauchdecken Abzess. Wieder einen sehr lange Op vor mir. Das Ende vom Lied: 3 Monate einen offenen Bauch der tägl. 3mal gespühlt werden musste. Nachdem alles verheilt war der nächste Schock---keine Regelblutung mehr. Nur Schmierblutungen! Also Hormontherapien Krankenhausbesuche und vieles mehr. 18 Monate war meine Akte verschwunden. Keiner wusste wie es weitergeht. Dann die Diagnose: Ashermann Syndrom (verwachsungen der Schleimhaut) Dann Bauchspiegelung 2010...Lösen von Verwachsungen im Bauchraum, Teile von meiner abgestorbenen Gebärmutter entfernt, Darmschlingen...uvm. Ich Bin bis heute mit den Nerven am Ende. Habe jetzt mit meiner Tochter einer Reha beantragt, weil aus dieser ganzen Situation einen BINDUNGSTÖRUNG entstanden ist!!! Ich habe weiterhin schmerzen und keiner kann mir so recht helfen weil es noch keine Studien über diese OP Methode gibt. Ich fühl mich hilflos und habe keine Kraft mehr!!! Sorry für evtl Schreibfehler!!! LG Romana Kommentar von Katrin Mikolich, Leiterin des Forums: Liebe Romana, entschuldigen Sie erst einmal , dass ich so spät antworte. Ich habe einen Fortbildung gegeben und war dann noch im Urlaub. Also: SIe haben eine sehr schwere Geburtsgeschichte mit vielen heftigen Komplikationen erlebt. Es war ein richtiges Trauma...nein, eins nach dem anderen Trauma....also eine ganze Aneinanderkettung von heftigen Erlebnissen. Eines hätte schon für sich genommen gereicht. Darf ich Ihnen eine persönliche Beratung geben: Aus meiner Erfahrung ist es eine Erleichtung, wenn man sich mit so einer Erfahrung in helfende Hände begibt. Haben Sie einmal auf der Netzwerk Adressliste geschaut? Eventuell können wir auch einmal ein Gespräch führen, wenn Sie das für stimmig halten, aber meistens zeigt sich, dass man vor Ort gute Hilfe findet. Hier über das Internet ist die Hilfsmöglichkeit begrenzt... Wie sollen wir verbleiben? Mögen Sie sich noch einmal melden? Herzliche Grüße und vielen Dank für das Teilen. |
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Tanja
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Mein Sohn ist vor inzwischen vier Jahren per Kaiserschnitt zur Welt gekommen. In diesen vier Jahren habe ich viel aufgearbeitet, viele Gefühle erkannt und ausgesprochen.
Ich habe mit allen gesammelten Erfahrungen eine zweite Schwangerschaft und eine spontane, wunderschöne, Geburt erleben dürfen. Ich glaube fest daran, dass die damaligen Erlebnisse sehr dazu beigetragen haben, dass ich mich heute traue, auf meine mütterliche Intuition zu hören. So hatte dieses Erlbnis sicher, wie alles im Leben, seinen festen Platz. Und doch schaffe ich es nicht, den innerlichen Frieden mit dem Kaiserschnitt zu schließen. Die Wut darüber, dass der Kaiserschnitt überhaupt notwendig wurde, die Wut auf die mich (nicht) begleitende Hebamme, sind immernoch da. Und die Trauer über den Verlust einer natürlichen Geburtserfahrung für mich, aber auch für meinen Sohn. Am meisten bewegt mich die Überzeugung, dass ein Kaiserschnitt vermeidbar gewesen wäre - mit allen 'hätte' und 'wäre' und 'wenn's. Aber was hilfts? Kommentar von Katrin Mikolitch, Leiterin des Forums: Liebe Tanja, auch Ihnen vielen Dank für Ihren Eintrag. Ich freue mich sehr für Sie, dass Sie nach Ihrem Kaiserschnitt eine schöne vaginale Geburt hatten. Noch nagt an Ihnen jedoch das Gefühl, dass es nicht nötig war mit der Sectio. Die Wut muss -aus meiner Sicht - einfach raus...Sie ist noch als Energie in Ihnen drin und wirkt weiter....Sie könnten dazu eine Möglichkeit finden die Wut rauszulassen...Was könnte das sein für Sie speziell? Denken Sie einmal darüber nach... Wenn die Wut oder Enttäuschung einmal ausgedrückt ist, dann kann es auch friedlich und still werden in Ihnen. (ggf. sollten Sie der Hebamm einen Brief schreiben etc....) Ich finde es übrigens sehr schön, dass Sie berichten, dass SIe viel gelernt hätten in der ersten Geburt. Wunderbar! Da liegt dann auch eine Sinnhaftigkeit in Ihrem Erlebten.Alles Gute für Sie auch! |
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Nadine
Ort: Berlin |
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…Fortsetzung:
Mich hat mal jemand gefragt, als ich erklärte, dass ich vielleicht etwas falsch gemacht habe und mich nicht genug entspannt habe „warum haben sie sich nicht mehr entspannt?“ „Weil ich nicht konnte, da waren nur noch Wehen, die eine war noch nicht richtig weg, da kam die nächste, nichts mit -der Körper hat Zeit sich daran zu gewöhnen es fängt langsam an etc.- alles gelogen“ Seine Antwort „Sehen Sie, dann haben sie alles richtig gemacht, sonst hätten sie es ja anders gemacht, wenn es gegangen wäre.“ Hat mir lange Zeit geholfen, aber jetzt wo die Geburt unseres zweiten Kindes näher rückt bekomme ich Panik. Die Bemerkung der Hebamme, erst „sehr starke Wehen“ und dann „sie haben sich nicht genug entspannt“, machen mich noch immer nachdenklich, hätte ich es ohne PDA schaffen können, wenn ich mich mehr entspannt hätte, wenn ich es damals nicht geschafft habe, schaffe ich es diesmal. Ja, ich überlege auch, ob ich vielleicht einfach die falsche Hebamme gehabt habe, die noch nicht genug Erfahrung und Ideen hatte. Nach dem Schichtwechsel ging‘s mir ja besser, wo ich mich hinknien durfte, war deutlich angenehmer und mit nicht ganz so schlimmen Schmerzen. Ich weiß, dass die Freude an dem Kind einen für alles Entschädigt, aber trotzdem habe ich vor der nächsten Geburt echt Angst. Ich hätte so gerne eine natürliche Geburt! Leider gab es dann noch psychischen Stress schon vor/bei/nach der ersten Geburt. Meine Schwester kann keine Kinder bekommen und erträgt es nicht, dass ich eins habe -> es war sehr hart ihre Reaktion auf mein Kind zu sehen… nun haben wir kein Kontakt mehr. Die Schwester meines Mannes (inkl. Familie) denken, alles muss so laufen wie sie es sich vorstellen. Die haben mir sogar Vorwürfe gemacht, nur weil ich sie nicht am Tag der Geburt sehen wollte, sondern mich erstmal erholen wollte, am 4 Tag habe ich dann nachgegeben, damit der Streß aufhört, eigentlich war ich aber noch nicht bereit die als Besucher zu empfangen, hatte noch mit den Sorgen (Fieber der Kleinen) und der Geburt zu tun. Auch denken die man müsse ein Kind rumreichen und die 11jährige Tochter könne sie rumtragen und sich um sie kümmern – was wir anders sehen. Ich hoffe, dass wir es schaffen zumindest diesen ganzen Druck abzustellen, denn die Geburt soll nicht wieder mit Belastungen verbunden sein, die Sorgen wegen dem Kaiserschnitt reichen schon… Ich wünsche allen Frauen, die ein negatives Kaiserschnitterlebnis haben viel Kraft und dass der Spaß mit dem Kind das Erlebte verblassen lässt! Kommentar von Katrin Mikolitch, Leiterin des Forums: Liebe Nadine, ganz herzlichen Dank für Ihren Eintrag. Vielen Dank für das Teilen Ihrer Geburtsgeschichte. ich würde Ihnen vorschlagen, dass Sie einfach in Berlin zu einer lieben Beratungsfrau (siehe Netzwerkadressen) gehen. Sie wird mit Ihnen an der ersten Geburt arbeiten können und sie auch gut vorbereiten können auf die kommende Geburt. Es ist gut, dass Sie Ihre Gefühle fühlen und merken, was in Ihnen passiert. Bereiten Sie sich in jedem Falle auf beide Geburtsmöglichkeiten vor - wichtig auch, dass Sie noch mehr auf sich achten ( das ist eine große Überforderung nach einer schwierigen Geburt+Kasierschnitt schon früh Besuch zu empfangen) Gehen Sie ganz nach Ihrem Gefühl. Sie DÜRFEN sich abgrenzen und sich nur nach sich selber richten. Eventuell wäre ja auch eine Beleghebamme etwas für Sie....diese würden Sie dann schon vorher kennen.Wenn Sie Fragen haben, dann melden Sie sich einfach...Alles Gute weiterhin! |
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Nadine
Ort: Berlin |
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…Fortsetzung:
Die neue Hebamme hat mir Knien empfohlen, wodurch die Schmerzen echt nachließen und es mir deutlich besser ging – leider zu spät. Die Kleine ist nicht tiefer gerutscht und ihr ging es nicht gut. Ich habe dann selbst erkennen können, dass die Herztöne meiner Kleinen sehr schlecht wurden und hatte Angst, dass ihr etwas passiert. Plötzlich war das ganze Zimmer voller Ärzte und mir wurde erklärt, dass ein Kaiserschnitt gemacht werden müsste. Panik und Angst! Aber Hauptsache meiner Tochter wird geholfen! Lokal- oder Vollnarkose war dann nur noch die Frage. Bei Lokal dar der Vater mit, also Lokal. Mein Mann sollte sich umziehen, es wurde gesagt, keine Panik, wir haben noch genug Zeit. Kaum war mein Mann umziehen, wurde schon nach ihm gerufen, er solle sich beeilen. Was denn nun Zeit oder nicht?! Im OP wollte jeder schnell seine Arbeit machen (Katheter, Strümpfe,… nur der Anästhesist sorgte dann für Ruhe und mahnte eins nach dem anderen, wir haben noch genug Zeit – für seine ruhige Art und seine Versuche mich abzulenken bin ich ihm noch heute dankbar. Die Narkose wirkte leider auch nicht so schnell, so dass schon der Oberarzt fragte, wann es denn endlich losgehen kann und ich hatte Angst, da die PDA ja schon nicht wirkte, was ist, wenn auch die Narkose keine volle Wirkung zeigt und die aber die Kleine rausholen müssen…. Ich war inzwischen völlig am Ende – alle machen Hektik und es soll schnell gehen, dabei wurde gesagt, alles ist noch in Ordnung – ich hatte nur Angst, wie es meiner Kleinen geht, denn ich wußte echt nicht was ich glauben soll, da die Situation den Aussagen widersprochen. Ich zitterte am ganzen Körper (hielt auch bis ca. 2 Stunden nach der Geburt an), der Anästhesist meinte er kann mir nicht noch mehr Beruhigungsmittel geben. Dann war die Kleine endlich da und GESUND und ich wurde auch wieder zusammengenäht. Die nächsten Tage hatte ich eine Infektion mit Fieber und auch die Kleine hatte Fieber bekommen, aber zum Glück waren wir schnell wieder fit und ich bin auch früher nach Hause als es bei einem Kaiserschnitt normal ist. Alle Schwestern / Ärzte haben gestaunt, wie schnell ich wieder aufgestanden und rumgelaufen bin. … |